Teamentwicklung

Teamentwicklungsmodell: Teambuildung und Teamentwicklung ist ein aktiver Prozess und entsteht nicht von selbst.

Teamentwicklung

Teambuildung und Teamentwicklung ist ein aktiver Prozess und entsteht nicht von selbst.

 

Wie in allen Gruppenprozessen durchlaufen Teams verschiedene Phasen. B.W.Tuckman entwickelte daraus ein Vier-Phasen-Modell: Orientierungsphase, Konfrontationsphase, Kooperationsphase und Wachstumsphase. Teams durchlaufen nicht linear diese Phasen. Viele Teams pendeln zwischen der Orientierungs- und Konfrontationsphase, springen manchmal in die Kooperationsphase, fallen wieder zurück und landen selten in der Wachstumsphase (siehe unten).

Erfolgreiche Teams bewegen sich vorwiegend in der Kooperationsphase und in die Wachstumsphase. Und – nicht alle Teammitglieder sind immer gleichzeitig in ein und derselben Phase. Generell sollten sich Teams (und deren Vorgesetzte) regelmäßig überprüfen, wo sie sich gerade befinden!

  1. Orientierungsphase (forming)
    „Man“ tut so, als ob es keine Konflikte gäbe. Zur Aufrechterhaltung der Vortäuschung bedient man sich vor allem einer Anzahl unausgesprochener allgemeingültiger Verhaltensregeln (Umgangsregeln, Manieren). Es geht um das Kaschieren individueller Differenzen. – Die Führungskraft muss hier führen.
  2. Konfrontationsphase (storming)
    Im Stadium der Konfrontationsphase geht es vorrangig um den Versuch, diese Differenzen auszulöschen. Es geht den Teammitgliedern darum sich in seiner Unterschiedlichkeit zu behaupten, den anderen zu überzeugen, zu bekehren oder „auszuschalten“ oder für vereinfachte organisatorische Regeln einzutreten. Es bilden sich Koalitionen. Es geht um Sieger und Verlierer. – Die Führungskraft gibt konkrete Ziele vor.
  3. Kooperationsphase (norming)
    Es gilt alles beiseite zu räumen, was zwischen einem selbst und dem Team steht. Vorurteile, vorschnelle Urteile, starre Erwartungen, der Drang zu siegen oder Recht zu haben, die Angst, sich zum Narren zu machen, das Bedürfnis, die Kontrolle über alles zu haben. Damit macht sich jedes Teammitglied kritisierbar, angreifbar und verletzlich. Dies ist notwendig damit jedes Teammitglied als Individuum vollständig „präsent“ im Team sein kann. Hierher gehört Mut und die Bereitschaft ein Risiko einzugehen. – Die Führungskraft koordiniert die Aufgaben.
  4. Arbeitsphase (performing)
    Persönlichen Konflikte sind geklärt und jeder ist akzeptiert in seiner Rolle und mit seiner Aufgabe im Team. Es herrscht eine sachliche Atmosphäre. Das Team ist sehr leistungsfähig und effektiv in der Zusammenarbeit. Es werden Entscheidungen getroffen, geplant und gehandelt. Jeder im Team ist in seiner Kraft. – Die Führungskraft führt und lenkt.

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